Samstag, 15. April 2017

FDM in Norwegen

Das Fasziendistorsionsmodell nach Typaldos (FDM) findet stetig Verbreitung und wird nun mittlerweile auch in Skandinavien angewendet: Physiotherapeut und FDM IC Therapeut Arne Müller betreibt in der 30.000 Einwohner Stadt Gjøvik (zwischen Oslo und Lillehammer) das Institut für FDM und Physiotherapie (Institutt for fascieterapi (fdm) og fysioterapi) seit Dezember 2014. 
Arne Müller stammt ursprünglich aus Hannover und hat das Fasziendistorsionsmodell (FDM) nach Typaldos von dem noch vom Begründer (dem us- amerikanischen Arzt Dr. Stephen Typaldos D.O.) autorisierten Wiener Arzt Dr. Georg Harrer erlernt. Nach Erlangung des Basic Certificate vertiefte Arne Müller seine Studien im FDM: Er hospitierte bei verschiedenen FDM Instruktoren und unterstützte als Assistent bei FDM Seminaren in der Schweiz und in Deutschland. Zudem besuchte er Arbeitsgruppen und FDM Advanced und Spezialseminare, beispielsweise bei Marjorie Kasten PT (langjährige Kollegin und Assistentin von Dr. Typaldos in Maine, USA, bevor er seinen Lebensmittelpunkt nach Norwegen verlegte. Auch nachdem er dort als FDM Therapeut und Physiotherapeut bereits arbeitete, besuchte er noch weiter FDM Seminare bei dem zweiten noch vom Begründer Dr. Typaldos (1957- 2006) autorisierten FDM Instruktor Keisuke Tanaka FDM O. aus Japan. Zusätzlich legte er noch die Prüfung zum FDM Therapeuten mit International Certificate der Europäischen FDM Association (EFDMA) ab. Die lokale Presse wurde auch schon auf das Institutt for fascieterapivon Arne Müller aufmerksam und veröffentlichte einen Artikel.
Auf seiner Webseite www.fdm-behandling.no hat Arne Müller neben einer Ortsbeschreibung und Kontaktmöglichkeiten einige Informationen zum FDM zusammengestellt. 
FDM IC Therapeut Arne Müller (mit Brille) bei einer FDM Arbeitsgruppe 2012 in Hannover mit FDM Instruktor Evgeny Haimov (FDM Academy Russia)





Donnerstag, 6. April 2017

Typaldos Seminar: Dr. Georg Harrer im April 2017 in Sankt Petersburg

Der Pionier in der Verbreitung des Fasziendistorsionsmodells (FDM) in Europa, der Wiener Arzt und FDM Instruktor Dr. Georg Harrer, wird zum ersten Mal ein FDM Seminar in Russland abhalten. Am 29. April dieses Jahres wird Dr. Harrer im Holiday Inn, nahe dem Flughafen, zum ersten Mal vor russischen Ärzten und FDM- Therapeuten über den Begründer des FDM, Dr. Stephen Typaldos, erzählen. Dr. Stephen Typaldos verstarb im Alter von 49 Jahren im Jahre 2006 unerwartet an einer Herzattacke im US- Bundesstaat Maine. Dr. Typaldos hinterliess eine ganze Reihe von Schülern, wie Dr. Harrer, welche die Einstellung des Begründers aufgriffen und im Bereich der Medizin verbreiten.
Dr. Harrers Vortrag über Dr. Typaldos ist untermalt mit Originalaufnahmen von Behandlungen des us- amerikanischen Arztes und Notfallmediziners. Dazu stellt Dr. Harrer die kompromisslose Haltung von Dr. Typaldos in der Durchsetzung gegenüber Kollegen und Patienten dar.
Der Vortrag ist auf englisch und wird auf russisch übersetzt. Organisator und vor Ort Ansprechpartner wird Evgeny Haimov von der FDM Academy Russia sein, welche für die Verbreitung des FDM in Russland verantwortlich zeichnet.
Seminar mit Dr. Harrer über Dr. Typaldos in Sankt Petersburg, Russland

Montag, 27. März 2017

Video: FDM Therapie bei Schulterschmerz

Ein neues Video zur FDM Therapie bei Schulterschmerzen ist auf Youtube seit einigen Tagen online.
FDM Instruktor Keisuke Tanaka FDM O. hat es 2016 in seiner FDM Praxis in Kyushu Japan aufgenommen und auf seinem Kanal tanakaorthopathic online gestellt.
Zu sehen ist es hier:
https://www.youtube.com/watch?v=6YydLdZJBhU&feature=em-subs_digest

Dienstag, 7. März 2017

Seminar mit Peter Levin D.O.: Mein Gehirn - Organ, Zombie oder Monster?

Mein Gehirn -  Organ, Zombie oder Monster?
Wissenswertes über die Arbeitsweise und therapeutische Bedeutung des Gehirns und der Sprache 

Seminar mit Peter Levin D.O.
  29. April 2017

Das Gehirn ist kein gewöhnliches Organ, die Besonderheiten überwiegen. So passt mehr rein, wenn es schon voll ist. Abnutzungen entstehen nicht durch Gebrauch sondern durch Ruhigstellung (no wear and tear). Es verhält sich mit ihm wie mit den Muskeln und der Demokratie: use it or lose it. Wir können lernen, es gut zu behandeln und lernen, seinen Gebrauch zu vermeiden (learned non-use). Lernen ist ein beliebter Zeitvertreib unserer Gehirne, aber auch Sprechen, Denken und Bewegen finden sie nahrhaft.
Das Gehirn scheint wenig von seiner eigenen Arbeit zu spüren und zu wissen. Das wirft Fragen auf: Wer wohnt in meinem Kopf? Ist es eine Person, die wir kennen lernen sollten, oder ist dort niemand zu Hause, ein Zombie? Erkennen wir uns in dem was die Neurowissenschaften heute über das Gehirn sagen wieder, oder kommt es uns so fremd vor, dass wir es zuweilen für ein Monster halten?
Was wir über die Arbeitsweise des Gehirns wissen, hat sich die letzen 25 Jahre radikal verändert und exponential erweitert. Das Gehirn hat sich vom Bild des neuronalen Computers befreit und ist wieder Teil des Körpers geworden. Dank dieser Verkörperung ist es für die berührenden Körpertherapien wieder interessant geworden. Damit steht es weniger in der Gefahr als wesenloser Golem unsere Welt zu bestimmen. Das Seminar wird die Aufmerksamkeit auf jene Themen lenken, denen therapeutische Bedeutung zukommen: Sprechen und Denken, Plastizität und Lernen, Heilung und Erinnerung, Verschränkung von senso-motorischen und emotional-kognitiven Prozessen. Einer der frühen Theoretiker der Intelligenz hat die Frage, was es braucht ein Gehirn zu verstehen so beantwortet: wir brauchen ein Gehirn! In diesem Sinne sind alle, die ein Gehirn haben und gerne darüber sprechen wollen, herzlich eingeladen Teil zu nehmen.

 Mögliche Themen des Seminars:

- Gehirn und Sprache: Jahrhundertelang wurden Theorien über das Gehirn aufgrund von Beobachtung der Sprache und des Denkens aufgestellt. Jetzt können wir durch die Beobachtung des Gehirns beim Sprechen und Denken erste Theorien über den verkörperten Gebrauch der Sprache aufstellen (embodied simulation hypothesis of language and meaning).

- Das Gehirn bewegt sich in Widersprüchen: Sprache des Hirns vs Sprechen über das Hirn; elektromagnetische Oszillationen und Neurotransmitter vs Computersimulationen und Metapherngestöber, funktionelle Zentren vs Netzwerkeigenschaften.

- Vom aktiven Gebrauch des Gehirns: Use it or lose it, biographische Veränderungen, Plastizität und re-use. Das Gehirn mag Lernen und Sprechen, Bewegen und Verändern. Wie kommt der Rest des Körpers bei so viel erzwungener Kreativität mit?

- Die neurophysiologische Basis der drei fundamentalen Hirn-Prozesse: 1. Regulation von Zuständen und Emotion, 2. Lernen aus Erfahrung und Bewerten derselben, 3. Denken, Sprechen und Erschaffen.

- Heilung und Gehirn: Diese beiden Worte waren lange nicht mit einem "und" zu verbinden. Heute wissen wir mehr darüber wie sich Verletzungen im Gehrin zeigen (brain insult, learned non-use and the noisy brain) und was ein verletztes Gehirn braucht, um zu heilen.

- Erinnerung ist rekonstruktiv. Was uns deutlich von einem Computer unterscheidet ist unser Erinnerungsvermögen: es ist rekonstruktiv, nicht historisch oder authentisch. Ein Umstand der für die therapeutische Arbeit folgenreich und manche Therapien schmerzhaft ist.

- Das Gehirn - ein Organ in der manuellen Therapie und der Osteopathie. Gibt es eine Biomechanik des Gehirns?

- What happend to the brain since you last checked in? Das Gehirn in den letzten 25 Jahren verändert: 10 Annahmen über das Gehirn, die sich nicht bestätigt haben; 10 Eigenschaften des Gehirns, die wir ihm vor 25 Jahren nicht zugetraut hätten.
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  Sprache, Denken, Körper, Welt. Die neueren Theorien setzen auf Verkörperung: embodied cognition, embodied simulation theory of language.

- Sensomotorik als Vermittlung: Die Vermittlung von Welt und Gehirn ist der Prozess der Sensomotorik. In der Forschung der letzten Jahrzehnte gerät das Gehirn selbst in den Verdacht sensomotorische Qualitäten aufzuweisen. Damit hat sich aber auch das was Sensomotorik meint radikal verändert.
- Das Gehirn zwischen Wissenschaft und Mythos, Interesse und Wunschvorstellung. Neurowissenschaft und populärer Mythos am Beispiel der Spiegelneurone: An  der Kombination von dünner Forschungslage und weitreichender Interpretation können wir erkennen welche Wege das Hirn gehen kann.

- Geschichte des Hirns und der Hirnforschung: Personalisierte Wissenschaftsgeschichte: Die Heroen und Heroinnen der Neurowissenschaft und ihre wegweisenden Experimente

- Zur Evolution des Primatenhirns: Gewaltverzicht und die Sorge für Nachkommen. Die ungewöhliche Geschichte des Oxytocin und Vasopressin.

- Gehirn und Mord: Vom Ort des moralischen Gefühls zu Verteidigung der Gerechtigkeit. Das Gehirn ist auch für unsere moralischen Gefühle verantwortlich, für das Gewitter und Gezwitscher aus Gefühlen, Ideen, Vorurteilen, das unsere Entscheidungsprozess begleitet. Daher könnte es sein, dass unser Bauchgefühl gar nicht der animalischen Darmnatur (gut instinct) zugeschreiben werden kann, sondern einer zivilisatorischen Höchstleistung des verkörperten Hirns.



Zeit: 9.30 - 16 Uhr
Ort: Zentrum für interdisziplinäre Therapie (Zenith), Mittelweg 161 (1.Stock), in 20148 Hamburg
Preis: € 150.-

Das Seminar ist offen für therapeutische und medizinische Berufe.

Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl (12 Personen) ist eine Anmeldung per Email und die Überweisung der vollen Seminar-Gebühr erforderlich. Die Email sollte auch den vollen Namen und die Adresse für die Ausstellung der Teilnahme- und Gebühren-Bescheinigung enthalten. Anmeldungs-Email bitte an: peter_levin_do@being-there.org

Überweisungen bitte auf das Konto:
Peter Levin
IBAN: DE16300606010008196370
BIC: DAAEDEDDXXX
Stichwort: FOU Seminar am 29.4.

Bei Fragen: 0170- 34 14 742 oder: peter_levin_do@being-there.org

Fortbildungspunkte für Osteopathen: Die FOU ist eine vom VOD anerkannte Bildungseinrichtung. Punkte können beim VOD beantragt werden.

Veranstalter: Free Osteopathic University (FOU)
Zur FOU: being-there.org/fou-de.html
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FDM Arbeitskreis Mitte März 2017 in Berlin

Am 16. März 2017 wird ein FDM Arbeitskreis für Mitglieder der EFDMA in Berlin stattfinden. Organisator ist FDM IC- Therapeut Peer Pfeiffer. Stattfinden wird der FDM Arbeitskreis in der Praxis von FDM Instruktor Lars Werner (FDM Berlin) in der Luisenstrasse 41.
Inhaltlich wird es um Patientenbehandlungen gehen.
Für weitere Informationen, Patientenanmeldungen oder Anmeldung zum FDM Arbeitskreis email an Peer Pfeiffer unter
praxis ( at ) peerspektive.de

Montag, 27. Februar 2017

FDM Russia: Elf neue FDM Therapeuten in Krasnodar

In Russland findet das Fasziendistorsionsmodell (FDM) nach Dr. Stephen Typaldos seit 2- 3 Jahren eine rasante Verbreitung. Einen Bärenanteil daran trägt der FDM Instruktor Evgeny Haimov aus Hannover. Evgeny Haimov hat die FDM Academy Russia massgeblich aufgebaut, die Seminare in vielen russischen Städten anbietet. Neben den Großstädten wie Moskau und Sankt Petersburg, gibt es regelmässige FDM Seminare in Krasnodar, Rostov- am- Don, Chelyabinsk und Izhevsk.
Am vergangenen Wochenende haben 11 Teilnehmer der FDM Basic Seminare mit Evgeny Haimov erfolgreich mit Diplom abgeschlossen. Sie dürfen sich damit als FDM Therapeuten bezeichnen und werden auf der Therapeutenliste der FDM Academy geführt.
Die neuen FDM Therapeuten in Krasnodar mit FDM Instruktor Evgeny Haimov (ganz rechts)

Dienstag, 21. Februar 2017

FDM Seminare: Video über Evgeny Haimov online

Über FDM Seminare mit FDM Instruktor Evgeny Haimov, der hauptsächlich Fasziendistorsionsmodell Seminare im russischsprachigen Raum gibt, ist ein neues Video online.
Erstellt und online gestellt hat das Video über FDM Seminare in Kiew der Osteopath Roman Erokhov, der seit kurzem dort FDM Seminare mit Evgeny Haimov durchführt.
Nach einer kurzen auf russisch gehalten Einführung durch Organisator Roman Erokhov sind Eindrücke von theoretischen und praktischen Einheiten von dem FDM Seminar in Kiew Anfang dieses Jahres zu sehen.



Neben den Seminaren in Kiew unterrichtet Evgeny Haimov das Fasziendistorsionsmodell nach Typaldos in Russland in Krasnodar, Rostov-am-Don, Sankt Petersburg, Moskau, Chelyabinsk, Kazan und Izhevsk und hat die FDM Academy Russia gegründet.

Fasziendistorsionsmodell Youtube: Neues FDM Behandlungsvideo online

Der japanische FDM Instruktor Keisuke Tanaka hat kürzlich auf seinem Youtube Kanal tanakaorthopathic neue Videos zur Behandlung und Diagnose nach dem Fasziendistorsiosnmodell (FDM) hochgeladen. Zu sehen sind Patienten in der Praxis von Keisuke Tanaka FDM O. in Kyushu, Japan, die nach dem FDM diagnostiziert und behandelt werden. Die Gesichter und Techniken sind verpixelt, zum Teil sind die Videos mit englischen Untertiteln. Viele sind aber selbsterklärend und kommen ohne Übersetzung aus.
Gut zu sehen sind die schnellen Behandlungsffekte von Keisuke Tanaka FDM O. Er hat das Fasziendistorsionsmodell noch vom Begründer erlernt, dem us- amerikanischen Arzt Dr. Stephen Typaldos D.O.- der tragischerweise 2006 an einer Herzattacke im Alter von 59 Jahren verstarb. Mehr zur Entstehung des FDM und zur Person von Dr. Stephen Typaldos ist in einem älteren Artikel nachzulesen:
http://osteopathie-blog.blogspot.de/2012/04/das-fasziendistorsionsmodell-entstehung_06.html

Keisuke Tanaka FDM O. wird im September 2017 beim Internationalen FDM Kongress in Köln zwei Workshops anbieten. Mehr Informationen dazu unter fdm-congress.com.
Das neueste FDM Video von ihm zeigt die FDM Behandlung einer Patientin mit Schulterbeschwerden.

Montag, 20. Februar 2017

Spital Menziken: Vortrag von FDM- Therapeut Roman Boss

Am 7.2.17 hielt FDM- Therapeut Roman Boss (Bern) vor dem Physio-Team vom Spital Menziken einen zweistündigen Vortrag über das Fasziendistorsionsmodell (FDM) nach Dr. Stephen Typaldos D.O.. Roman Boss ist Therapeut im Fasziendistorsionsmodell und wurde von dem direkten Schüler Dr. Georg Harrer (Wien) des Begründers Dr. Stephen Typaldos D.O. (1957- 2006) ausgebildet.        
Den ersten Teil widmete Roman Boss, der eine Praxis für FDM in Bern betreibt, dem Thema Aufbau und Funktion der Faszien und inwiefern die Faszien für die Manuelle Therapie von Bedeutung sind. Die Faszien sind zur Zeit sehr im Fokus der Medien und damit unweigerlich der Öffentlichkeit. Selbst im Schweizer Blatt "20 Minuten", welches gratis an vielen Bahn- und Busstationen für Pendler ausliegt, gab es vor kurzem einen Artikel "Faszien Hype lässt schweizer Sportgeschäfte jubeln" zum Thema: Faszien 20 Minuten 

Im zweiten Teil stand das Fasziendistorsionsmodell (FDM) nach Dr. Stephen Typaldos D.O. im Mittelpunkt des Vortrages. Anhand von Patientenvideos und Videos von dokumentierten Behandlungsverläufen sollte das FDM anschaulich und verständlich für das Team der Physiotherapeuten des Spitales Menziken vermittelt werden. Das Physio- Team war äusserst interessiert und es wurden im Anschluss an den zweistündigen Vortrag viele Fragen an Roman Boss gestellt. Aus diesen entwickelten sich gute und konstruktive Diskussionen.
FDM Therapeut Roman Boss mit dem Autoren Thorsten Fischer